Die Eroberer der Neuen Welt


Nach wie vor wird die erste Besiedlung des nordamerikanischen Kontinents unter Wissenschaftlern unterschiedlich diskutiert, sowohl was den Zeitpunkt, als auch was die Route anbelangt. Die vornehmliche Theorie besagt, die ersten Bewohner Nordamerikas seien von Westen, also von Asien gekommen. Doch der genetische Fingerabdruck der nordamerikanischen Indianer weist auch nicht-asiatische Elemente auf und lässt auf europäische Wurzeln schließen. Die Entdeckung von Spuren menschlicher Existenz im heutigen Pennsylvania, die aus der Steinzeit — circa 17.000 Jahre vor Christus — stammen, unterstützt die Hypothese, dass die Entdeckung Amerikas von Europa aus nicht erst Christoph Kolumbus, sondern bereits Jägern aus dem Steinzeitalter zuzuschreiben ist. Der Dokumentarfilm von Nicolas Brown rekonstruiert detailgetreu das Leben jener Männer und Frauen, die — von Überlebensinstinkt und Eroberungslust getrieben — in Kanus die vereisten Meere des Nordatlantiks in Richtung der heutigen USA überquerten. Im Mittelpunkt der szenischen Darstellungen steht der Anführer der Sippe, dessen Familie nach der abenteuerlichen Überfahrt einen von gefährlichen Raubtieren bevölkerten, aber völlig menschenleeren amerikanischen Kontinent betritt. Der Dokumentarfilm gibt auch Einblicke in den Alltag der Menschen des Jungpaläolithikums in ihren Sozialstrukturen, mit ihrem Glauben und ihrer erstaunlich weit entwickelten Kultur.

 

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