Geheimnisse der Nuklearbombe


Kernwaffenexplosionen (nicht zuletzt Atomexplosionen, Kernexplosionen) sind die mächtigsten von Personen verursachten Explosionen. Diese werden durch die Zündung von Kernwaffen ausgelöst. Im einfachsten Fall einer Kernspaltungsbombe setzt unverzüglich nach Überschreiten der kritischen Masse eine nukleare Dominoeffekt ein. Bei einer Luftexplosion entstehen neben der typischen Explosionswolke Feuerball, Druckwelle und radioaktive Rückstände in der Lufthülle. Die Vermehrung des atmosphärischen Radioaktiver Zerfall durch Kernwaffenexplosionen führte 1963 zum Vertrag über das Verbot von Kernwaffenversuchen in der Atmosphäre, im Universum und unter Wasser. Seitdem finden Testexplosionen der Vertragsparteien immer unter der Erdoberfläche statt. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 durch die Vereinigte Staaten von Amerika waren die ersten und bis heute einzigen Kernwaffeneinsätze. Seit der Anfangszeit des Kalten Krieges steht die Eventualität eines Atomkrieges im Raum. Sie entwickelte sich im Zuge des Wettrüstens zwischen den Super- und übrigen Atommächten zu einer den Fortbestand der Menschheit gefährdenden Bedrohung.

Die Vorgänge bei der Detonation einer Atombombe reichen von der nuklearen Kettenreaktion über die Entstehung von Feuerball und Druckwelle bis hin zur Verbreitung der Explosionswolke und der radioaktiven Rückstände in der Atmosphäre. Die Zeitskalen der jeweiligen Abläufe reichen von Millionstel Sekunden bis zu mehreren Minuten. Grob lässt sich der Explosionsvorgang aufgliedern in

1. Nukleare Kettenreaktion (0 bis 10?6 Sekunden),
2. Feuerball- und Druckwellenbildung (10?6 bis 0,1 Sekunden),
3. Ausbreitung der Druckwelle, Abkühlen des Feuerballs (0,1 bis 10 Sekunden),
4. Bildung der Pilzwolke (Sekunden bis Minuten),
5. Ausbreitung der Wolke, Fallout (Minuten bis Monate).

Die Zeitskalen sind nur ungefähre Anhaltspunkte, da sie stark von der Sprengkraft und der Explosionshöhe abhängen.

 

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