Wir Europäer – 3 – Europa erringt den Frieden (17.Jahrhundert)


6-teilige Dokumentation von Nina Koshofer und Judith Voelker (2008) – „Wir Europäer” erzählt die gemeinsame Geschichte zahlreicher Länder innerhalb Europas, die im Laufe von Jahrhunderten die in ihr lebenden Menschen nachhaltig geprägt hat – weit über Landesgrenzen hinaus. Dabei interessieren die wesentlichen Ideen und Entwicklungen, die Europa definieren und die Europäer bis heute charakterisieren und beschäftigen. Im Mittelpunkt jeder Folge steht eine zentrale Idee, die ihre Epoche grundlegend geprägt hat.

Das Thema des dritten Teils der Reihe lautet “Religionsfrieden und Toleranz statt Krieg und Hass”. Europa wird im 17. Jahrhundert durch den aus konfessionellen Auseinandersetzungen resultierenden Dreißigjährigen Krieg erschüttert, der 1648 im Westfälischen Frieden beziehungsweise Frieden von Münster und Osnabrück sein Ende findet. Die Lebenswege Melchior Kardinal Klesls, des Söldners Peter Hagendorf sowie des Klerikers und späteren Papstes Fabio Chigi stehen beispielhaft für die Entwicklung dieser Epoche.

Im 17. Jahrhundert wird in Europa nach langen und blutigen Auseinandersetzungen endlich Frieden zwischen den christlichen Konfessionen geschlossen. Seit der Reformation bekämpfen sich Katholiken und Anhänger der neuen reformierten Kirche bis aufs Blut. Protestanten, Calvinisten, Puritaner und Hussiten auf der einen Seite, Katholiken auf der anderen, spalten die Gesellschaft. Hass, Feindschaft und Ausgrenzung bestimmen ein Klima, das 1618 in einem beispiellosen Gemetzel eskaliert. Im Dreißigjährigen Krieg geht es darum, den Gegner komplett zu vernichten. Wer den falschen Glauben hat, verliert seine Existenzberechtigung. Diese Art absoluter Krieg ist neu. Bisherige Auseinandersetzungen wollten erobern, Beute machen und unterwerfen, aber nicht auslöschen. Glücklicherweise gibt es aber zwischen den extremen Fronten vermittelnde Vertreter und mutige Helden.

 

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