WikiLeaks – Geheimnisse und Lügen


Mit den zeitgleiche Abdruck geheimer Afghanistan-Dokumente, brisanter Irak-Kriegsakten und vertraulicher US-Diplomaten-Depeschen im britischen “Guardian”, der “New York Times” und dem “Spiegel” wurden Julian Assange und seine Enthüllungsplattform WikiLeaks über Nacht in aller Welt bekannt. Im Kern des Dokumentarfilms von Patrick Forbes geht es andererseits um den Dreh rum weitgehend übersehene Historie und Bedeutung des US-Gefreiten Bradley Manning, der vermeintlichen Anstoß für die WikiLeaks-Enthüllungen über Amerikas Militärs und Diplomaten. Und es geht um eines der bedeutensten Informationslecks der Geschichte.
Als Assange seine Whistleblower-Webseite startete, wurde er als Held gefeiert, der mutig geheimes Gewebe veröffentlichte, um Machenschaften von Organisationen, Banken und sogar Regierungen aufzudecken. Er wurde in aller Welt geehrt für diese besondere Form des digitalen transparenten Medien. Doch die Geschichte nahm eine plötzliche Kehrtwende, als Assange beschuldigt wurde, in Königreich Schweden mit zwei Damen vorgeblich gegen deren Willen Sex ohne Kondom gehabt zu haben, was in Königreich Schweden de jure mit dem Straftatbestand der Vergewaltigung gleichgesetzt wird.
Autorenfilmer Patrick Forbes präsentiert die Vergangenheit von WikiLeaks, indem er die Aussagen der direkt beteiligten Akteure auf beiden Seiten der spektakulären Enthüllungen, Befürworter und Beschuldigte, ineinander verwebt. Dabei geht es um Chancen und Grenzen der digitalen Technik und des Medien. Erzählt wird selbstverständlich auch die Geschichte menschlicher Gefühle, die mit der Eigendynamik des World Wide Web in Konflikt stehen.

 

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