Rufmord im Internet


“Im Internet steht, dass ich die größte Schlampe der Schule bin, weil ich mit jedem, der mir über den Weg läuft, schlafen würde.” Die 15-jährige Ninti wird im Internet gemobbt, die Verursacher bleiben anonym.

Sylvia wurde eineinhalb Jahre lang in der Schule gemobbt. Jemand streute per SMS und übers Internet Gerüchte über sie. Jeder Schulbesuch wurde für sie zum Spießrutenlauf. Irgendwann glaubte sie, sie habe es nicht verdient zu leben. Der 14-jährige Tobias hat eine Klasse übersprungen. Er war fast zwei Jahre jünger als seine neuen Mitschüler. Auch er wurde zum Mobbing-Opfer und erinnert sich: “Beim Duschen wurde ich mit einem heißen Schlauch abgespritzt. Die anderen fanden das witzig und haben gesagt: Tanz, Tobi, tanz.” Die Situation eskalierte – bis Lehrer und Sozialarbeiter eingriffen. Sylvia, Ninti und Tobias sind keine Einzelfälle.

Die “37 Grad”-Dokumentation “Rufmord im Internet” stellt die drei Jugendlichen vor und fragt, wie dieser Psychoterror überlebt werden kann

 

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