Die verschwundene Mauer – Eine Spurensuche in Berlin


Sie war die am strengsten bewachte Grenze der Welt. Eine Trennlinie zwischen zwei verfeindeten Mächten, ein in Stein gemauertes Symbol des Kalten Kriegs. Ein groteskes Bauwerk, das Deutschland auseinander riss, das Leben vieler Menschen forderte, Familien und Freunde trennte: die Mauer, die in der DDR auch gerne als „antifaschistischer Schutzwall” propagiert wurde.

Von 1961 bis 1989 war Berlin zerschnitten. Die West-Berliner waren hinter einer Mauer eingesperrt, die in ihrer Wirkung allenfalls von der chinesischen Mauer übertroffen wurde. Junge Leute fragen sich heute irritiert im Verkehrsgewühl mitten auf dem Potsdamer Platz: Hat hier tatsächlich eine Mauer gestanden? Hat es hier wirklich den berüchtigten Todesstreifen gegeben? Für die 20-Jährigen kaum mehr vorstellbar. Das Mauerwerk wurde nach der Wende rasch abgeräumt, bis auf wenige schlecht erhaltene Reste. Man wollte diese Last der deutschen Teilung endlich loswerden.

 

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